Veröffentlicht: 16. Januar 2026

Ein Einraum- oder Studio-Appartement lebt nicht von Dekoration, sondern von Struktur. Der Raum funktioniert dann gut, wenn seine Grundfläche logisch gegliedert ist, ohne sie kleinteilig zu zerschneiden. Genau darin liegt die Stärke professioneller Innenarchitektur. Als Innenarchitekt entwickelt unser Planungsbüro eswerderaum Konzepte, bei denen sich alle Funktionen einer Wohnung auf kleinster Fläche überlagern dürfen – aber niemals zufällig.

Die Grundfläche lesen und gezielt zonieren

Am Anfang steht nicht das Möbel, sondern die Analyse der Fläche: Wo kommt Tageslicht herein? Wo liegen tragende Wände, Nischen oder niedrige Brüstungen? In einem gut geplanten Einraum-Appartement werden diese Gegebenheiten aktiv genutzt. Ein beidseitig nutzbarer Schrank kann beispielsweise den Schlafbereich vom Wohnraum trennen und gleichzeitig Stauraum für Kleidung auf der einen und Bücher oder Geschirr auf der anderen Seite bieten. Ergänzend schafft ein lichtdurchlässiger Vorhang Flexibilität: Er trennt optisch, lässt aber Licht hindurch und Luft zirkulieren.

Besonders bewährt hat sich ein Vorhang als Raumteiler, der innerhalb eines Gesamtraumes einen Teilbereich abdunkelt. So kann eine Person schlafen, während die andere noch liest oder arbeitet – ein oft unterschätzter Mehrwert im Alltag.

Wohnen, Arbeiten, Essen: Funktionen überlagern statt trennen

In der Küchenzone lässt sich ein Essplatz direkt an der Arbeitsplatte oder Kochinsel integrieren. Höhere Stühle mit einem Maß zwischen normalem Esszimmerstuhl und Barhocker sparen den Platz für einen Esstisch ein, wirken wohnlicher als klassische Barhocker und machen den Übergang zwischen Küche und Wohnraum fließend. Nischen werden nicht verkleidet, sondern gezielt ausgebaut: als Arbeitsplatz, Stauraum oder Sitzbank.

Auch vorhandene Raumbestandteile lassen sich neu interpretieren. Niedrige Brüstungen werden zu Sitzflächen mit Polstern, Fensterzonen zu Leseplätzen. Ein Sofa mit Bettfunktion ersetzt das klassische Bett und gibt tagsüber Raum zurück, immer vorausgesetzt, dass die Handhabung einfach und unkompliziert ist. Ergänzend kann ein kompakter, begehbarer Kleiderschrank als Pufferzone zwischen Schlafen und Wohnen dienen – akustisch und visuell.

Farbe, Material und Licht als ordnende Elemente

Statt Farbe, Material und Beleuchtung getrennt zu denken, werden sie im Interior Design von eswerderaum als ordnendes System eingesetzt. Materialien wechseln nicht willkürlich, sondern markieren Zonen: ein ruhiger Bodenbelag für den gesamten Raum, ein taktiles Material im Schlafbereich, reflektierende Oberflächen in dunkleren Zonen. Raumhohe Spiegel verdoppeln den Raumeindruck und verstärken vorhandenes Licht, ohne dekorativ zu wirken.

Beleuchtung folgt der Nutzung: Lichtlinien entlang von Schrankkanten, indirektes Licht hinter Vorhängen oder unter Sitzflächen strukturieren den Raum auch abends, ohne ihn zu verkleinern. So entsteht Tiefe statt Flächigkeit.

Bestand

Bestand

Grundriss

Grundriss

Ansichten

Ansichten

Materialcollage

Materialcollage

Kleine Fläche, große Wirkung

Ein Studio-Appartement ist dann gelungen, wenn man seine Größe vergisst. Mit klarer Struktur, multifunktionalen Lösungen und einem ganzheitlichen Ansatz beweist unser Planungsbüro, dass Innenarchitektur und Interior Design gerade auf kleiner Fläche ihre größte Wirkung entfalten. eswerderaum entwickelt Räume, die sich dem Leben anpassen – nicht umgekehrt.

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